Beispielhafte Projekte

make yourself at home!

Spielen ist eine alte Kulturtechnik, die in allen Kulturen vorhanden ist und überall den gleichen Mustern folgt. Deshalb funktionieren Spiele auch zwischen den Generationen, ohne Sprache, digital und analog.

Um spielen zu können, müssen wir uns komplexe Inhalte erschließen und bearbeiten. Spielen verbindet also Lernen, Kommunikation und natürlich Spaß miteinander.

Die Braunschweigische Stiftung wird ab August 2017 zusammen mit dem Computerspielexperten Christoph Deeg das local based game make yourself at home! realisieren. make yourself at home! – soll eine digital-analoge Schnitzeljagd mit Rätseln, Überraschungen und Gimmicks an spannenden Orten in unserer Region werden. Die Spielinhalte und die Story erstellen ein Team aus zwölf geflüchteten und hier geborenen Personen. Der digital-analoge Begegnungsraum soll dem  Kulturaustausch und dem Kennenlernen der Region dienen, in der sich alle zu Hause fühlen sollen – make yourself at home!

Ziel von make yourself at home! ist es, durch den sinnvollen Einsatz digitaler und analoger Spielelemente sowie Medien einen Austausch zwischen Geflüchteten und Einwohnern im Braunschweigischen Land zu ermöglichen. Dieses Ziel wollen wir erreichen, indem sich möglichst viele Spieler durch das Spiel auf ein gemeinsames Kennenlernen und Entdecken der Region einlassen. Der mit make yourself at home! verbundene Austausch über die kulturelle Identität der Teilnehmer soll allen Spielern zugutekommen. Das Projekt ist aus unserer Sicht vorbildhaft und richtungsweisend im Kontext der kulturellen Arbeit mit Geflüchteten.

Die technische Voraussetzung für das Spiel ist ein Smartphone. make yourself at home! ist eine App und steht dann als kostenloser Download auf unsere Webseite zur Verfügung.

Stipendien Bildende Kunst 2017

Die Braunschweigische Stiftung vergibt im Jahr 2017 bereits zum dritten Mal die Stipendien im Bereich Bildende Kunst. Der Bewerbungszeitraum ging vom 15.05. bis zum 30.06.2017.

Im Projektfeld Bildende Kunst fördert die Braunschweigische Stiftung in den drei Sparten: Individualförderung, Förderung kunstvermittelnder Einrichtungen und Würdigung arrivierter Künstler mit ausgeprägtem Bezug zum Braunschweigischen Land. Die Individualförderung hier ansässiger und freischaffender Künstler erfolgt über ein speziell von unserer Stiftung aufgelegte Stipendienprogramm mit insgesamt drei Stipendien je Durchgang: Zwei Vorhabenstipendien und einem Werkstipendium.

Die beiden mit je 4.000 € dotierten Vorhabenstipendien "Idee" sollen Künstlern in der Region die Möglichkeit geben, sich auf besondere Weise mit relevanten und zukunftsweisenden Themen oder Ideen auseinanderzusetzen. Gefördert werden professionell arbeitende bildende Künstler, die im Braunschweigischen wohnen und arbeiten oder Vorhaben mit einem ausgeprägten regionalen Bezug. Die aktuelle Ausschreibung können Sie hier herunterladen.

Das Werkstipendium "Abdruck" ist eine Kooperation mit der Druckwerkstatt in der Städtischen Galerie in Wolfsburg. Ziel dieser Künstlerförderung, ist die Entwicklung neuer, experimenteller Grafikarbeiten und dadurch die Setzung weiterer Akzente in der Kunstlandschaft des Braunschweigischen Landes. Die hier geförderten Stipendiaten und Stipendiatinnen haben die Möglichkeit, in der Druckwerkstatt zu arbeiten und sich dabei professionell von der Städtischen Galerie begleiten zu lassen. Das Stipendium richtet sich an professionelle Künstlerinnen und Künstler - explizit aber auch an Kunstschaffende, die noch keine Erfahrungen mit dem Medium Druckgrafik sammeln konnten. Die Bewerber sollten im Braunschweigischen wohnen oder arbeiten. Die aktuelle Ausschreibung können Sie hier herunterladen.

Die Stipendien unterliegen keiner Altersbeschränkung. Im Hinblick auf die vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur in einer Studie angemahnte Unterstützung sogenannter "mid-career"-Künstler sollen diese auch bevorzugt gefördert werden. Die Jury besteht aus fünf Personen und wird den Vorstand unserer Stiftung bei der Förderentscheidung beraten. Diese Personen sind:

Lars Eckert, Lehrbeauftragter Hochschule der Bildenden Künste, Braunschweig
Dr. Anja Hesse, Kulturdezernentin, Braunschweig
Prof. Dr. Susanne Pfleger, Direktorin der Städtischen Galerie, Wolfsburg
Susanne Schuberth, Fachreferentin der Braunschweigischen Stiftung, Braunschweig
Professor Gerd Winner, Freischaffender Künstler, Liebenburg

Publikationsreihe "Braunschweigisches Kunsthandwerk"

Publikation „Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg“ Band 3 und Wanderausstellung „Begehbares Buch“ zum Thema „Fürstenberger Porzellan“

Die Braunschweigische Stiftung, die Richard Borek Stiftung und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz als Herausgeber der Publikationsreihe „Braunschweigisches Kunsthandwerk“ stellten im November 2016 den neu erschienenen dritten und abschließenden Band „Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg“ vor. Die zu diesem Band konzipierte Wanderausstellung „Begehbares Buch“ ist auf Tour. Die Stationen und Termine der Wanderausstellung finden Sie hier.

Die Wanderausstellung „Begehbares Buch“ ist ein mannshohes Buch und der Publikation nachempfunden. Die „Buchseiten“ sind Vitrinen und zeigen eine hochkarätige Auswahl kostbarer Originalstücke und rarer Porzellanobjekte aus der Sammlung des Museums Schloss Fürstenberg.

Die Publikationsreihe „Braunschweigisches Kunsthandwerk” stellt in bislang drei Einzelbänden das bedeutende kunsthandwerkliche Erbe der Stadt und des alten Landes Braunschweig vor. Jeder Einzelband erläutert dabei für die Fachwelt und den interessierten Leser gleichermaßen die bis in die Gegenwart reichenden historischen, kunstwissenschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge.

Die drei Stiftungen verbinden mit diesem Projekt die Zielsetzung, im Sinne der Identitätsstiftung sowie des Stadt- und Regionsmarketings der Fachwelt und weiten Bevölkerungskreisen maßgebliche Traditionslinien von Stadt und Land Braunschweig zu erschließen und nahezubringen, die zum Teil bis in die Gegenwart reichen und fortbestehen.

Weitere Informationen zum Projekt „Publikationsreihe Braunschweigisches Kunsthandwerk“ finden Sie unter www.braunschweigisches-kunsthandwerk.de.

Die Stadtfinder

"Die Stadtfinder - Vernetzungskultur neu." ist ein kultureller Spaziergang durch die Stadt. Orte, Plätze und Räume erhalten durch eine vorübergehende kulturelle Nutzung eine neue Konnotation. Durch die überraschende kulturelle Bespielung des Stadtraums werden neue Perspektiven auf die Stadt gezeigt.

Im Rahmen der kostenlosen und dezentralen Veranstaltungsreihe werden verschiedene kulturelle Highlights an unterschiedlichen Stationen geboten; so tritt schon mal ein Shantychor in einem Nachtklub auf, eine Blaskapelle spielt mit Rappern im Garten einer Jahrhundertwende-Villa.

Das Projekt Stadtfinder vernetzt Akteure aus den Bereichen Literatur, Musik, Bildende und Darstellende Kunst vorbildlich. Es werden daher erkennbare Potenziale im Braunschweigischen Land vorangetrieben. Im Sinne der Programmatik ordnet sich dieses innovative Projekt unter das Stiftungsziel Potenziale fördern ein.

Die Braunschweigische Stiftung hat zudem mit dem Projekt "Die Stadtfinder - Vernetzungskultur neu." den DAVID-Preis 2016 der Sparkassen-Finanzgruppe für kleine Projekte gewonnen. Die Pressemitteilung der Stiftung finden Sie hier. Informationen zum Preis finden Sie auf Seite der Sparkassenstiftungen.

Weiterhin geht die Braunschweigische Stiftung ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement. Der Einsatz für das Projekt "Die Stadtfinder" erfährt durch die Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2016 eine besondere Anerkennung.

Mehr Information zu den Stadtfindern finden Sie hier.

500 Jahre Reformation

Vor dem Hintergrund der starken historischen Prägung des Braunschweigischen Landes durch den Protestantismus nimmt die Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig das 500-jährige Jubiläum des Reformationsbeginns zum Anlass, ein übergeordnetes und dezentrales Vermittlungsprojekt für das Jahr 2017 zu planen.

Kern des Projekts ist eine Ausstellung, in der die Reformation kritisch gewürdigt wird. Die Ausstellung wird durch ein vielseitiges Programm begleitet.

Durch eine umfangreiche Förderung der Braunschweigischen Stiftung ist die Ev.-luth. Landeskirche in der Lage, das organisatorische Dach dieses Vermittlungsprojekts zu bilden. Kleine und große Institutionen können das Jubiläum als Kooperationspartner mit ihren Projektideen bereichern. Mit dieser frühzeitigen Initiative möchte die Braunschweigische Stiftung dazu beitragen, dass die einzelnen Projekte zur Reformation aktiv gebündelt und aufgefangen werden. Auf diese Weise wird die Zusammenarbeit der einzelnen Partner zu diesem landesgeschichtlich bedeutenden Thema ermöglicht.

Neben der Sammlung, Bewahrung, Erschließung und Erforschung geschichtlicher Quellen und Zeugnisse zur braunschweigischen Landesgeschichte liegt der Stiftung im Sinne ihrer Stiftungsziele besonders an der Vermittlung landesgeschichtlicher Themen: Geschichte soll informieren, faszinieren und für die Menschen im Braunschweiger Land erlebbar werden. Die Förderung dieses Projektes ordnet sich daher hervorragend im Projektfeld Landesgeschichte ein.

Die Förderung weiterer Projekte zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation durch die Braunschweigische Stiftung ist nicht vorgesehen.

Ansprechpartner bei der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig:
Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer
E-Mail: thomas.hofer.lka@lk-bs.de
Tel: 05331/802-150