Beispielhafte Projekte

Stipendien Bildende Kunst 2017

Die Braunschweigische Stiftung hat im Jahr 2017 bereits zum dritten Mal die Stipendien im Bereich Bildende Kunst vergeben. In diesem Durchgang gingen die Stipendien an die Künstlerin Judith Dilchert, das Künstlerduo Hans Wesker & Clemens von Reusner und an den Künstler Christof Mascher. Zum Abschluss der Stipendienzeit wurden die Ergebnisse vom 16. bis 19. August in der Jakob-Kemenate gezeigt. 

Im Projektfeld Bildende Kunst fördert die Braunschweigische Stiftung in den drei Sparten: Individualförderung, Förderung kunstvermittelnder Einrichtungen und Würdigung arrivierter Künstler mit ausgeprägtem Bezug zum Braunschweigischen Land. Die Individualförderung hier ansässiger und freischaffender Künstler erfolgt über ein speziell von unserer Stiftung aufgelegte Stipendienprogramm mit insgesamt drei Stipendien je Durchgang: Zwei Vorhabenstipendien und einem Werkstipendium.

Die beiden mit je 4.000 € dotierten Vorhabenstipendien "Idee" sollen Künstlern in der Region die Möglichkeit geben, sich auf besondere Weise mit relevanten und zukunftsweisenden Themen oder Ideen auseinanderzusetzen. Gefördert werden professionell arbeitende bildende Künstler, die im Braunschweigischen wohnen und arbeiten oder Vorhaben mit einem ausgeprägten regionalen Bezug. Die Ausschreibung aus dem Jahr 2017 können Sie hier herunterladen.

Das Werkstipendium "Abdruck" ist eine Kooperation mit der Druckwerkstatt in der Städtischen Galerie in Wolfsburg. Ziel dieser Künstlerförderung, ist die Entwicklung neuer, experimenteller Grafikarbeiten und dadurch die Setzung weiterer Akzente in der Kunstlandschaft des Braunschweigischen Landes. Die hier geförderten Stipendiaten und Stipendiatinnen haben die Möglichkeit, in der Druckwerkstatt zu arbeiten und sich dabei professionell von der Städtischen Galerie begleiten zu lassen. Das Stipendium richtet sich an professionelle Künstlerinnen und Künstler - explizit aber auch an Kunstschaffende, die noch keine Erfahrungen mit dem Medium Druckgrafik sammeln konnten. Die Bewerber sollten im Braunschweigischen wohnen oder arbeiten. Die Ausschreibung aus dem Jahr 2017 können Sie hier herunterladen.

Die Stipendien unterliegen keiner Altersbeschränkung. Im Hinblick auf die vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur in einer Studie angemahnte Unterstützung sogenannter "mid-career"-Künstler sollen diese auch bevorzugt gefördert werden. Die Jury besteht aus fünf Personen und wird den Vorstand unserer Stiftung bei der Förderentscheidung beraten. Diese Personen sind:

Lars Eckert, Lehrbeauftragter Hochschule der Bildenden Künste, Braunschweig
Dr. Anja Hesse, Kulturdezernentin, Braunschweig
Prof. Dr. Susanne Pfleger, Direktorin der Städtischen Galerie, Wolfsburg
Susanne Schuberth, Fachreferentin der Braunschweigischen Stiftung, Braunschweig
Professor Gerd Winner, Freischaffender Künstler, Liebenburg

Die nächste Ausschreibung der Stipendien erfolgt im Herbst 2018. Informationen sind dann auf den Seiten der Braunschweigischen Stiftung zu finden. 

Jugend forscht und Schüler experimentieren

Die Braunschweigische Stiftung als Pateninstitution richtet auch 2019 in Kooperation mit der Braunschweigischen Landessparkasse den Regionalwettbewerb Braunschweig 'Jugend forscht' aus.

Jugend forscht und Schüler experimentieren ist der größte europäische Jugendwettbewerb in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik. Die 54. Wettbewerbsrunde steht unter dem Motto "Frag Dich!". Ab sofort können sich Kinder und Jugendliche mit Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bis zum 30.November online anmelden. 

Wer auf Regionalebene gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2018. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben. 

Anknüpfend an die hohe Bedeutung des Forschungsstandortes Braunschweig möchte die Braunschweigische Stiftung mit dem Projekt Jugend forscht und Schüler experimentieren wissenschaftliche Inhalte vermitteln und für einen nachhaltigen Transfer in die Praxis sorgen.

make yourself at home!

Spielen ist eine alte Kulturtechnik, die in allen Kulturen vorhanden ist und überall den gleichen Mustern folgt. Deshalb funktionieren Spiele auch zwischen den Generationen, ohne Sprache, digital und analog.

Um spielen zu können, müssen wir uns komplexe Inhalte erschließen und bearbeiten. Spielen verbindet also Lernen, Kommunikation und natürlich Spaß miteinander.

Die Braunschweigische Stiftung wird ab August 2017 zusammen mit dem Computerspielexperten Christoph Deeg das local based game make yourself at home! realisieren. make yourself at home! – soll eine digital-analoge Schnitzeljagd mit Rätseln, Überraschungen und Gimmicks an spannenden Orten in unserer Region werden. Die Spielinhalte und die Story erstellen ein Team aus zwölf geflüchteten und hier geborenen Personen. Der digital-analoge Begegnungsraum soll dem  Kulturaustausch und dem Kennenlernen der Region dienen, in der sich alle zu Hause fühlen sollen – make yourself at home!

Ziel von make yourself at home! ist es, durch den sinnvollen Einsatz digitaler und analoger Spielelemente sowie Medien einen Austausch zwischen Geflüchteten und Einwohnern im Braunschweigischen Land zu ermöglichen. Dieses Ziel wollen wir erreichen, indem sich möglichst viele Spieler durch das Spiel auf ein gemeinsames Kennenlernen und Entdecken der Region einlassen. Der mit make yourself at home! verbundene Austausch über die kulturelle Identität der Teilnehmer soll allen Spielern zugutekommen. Das Projekt ist aus unserer Sicht vorbildhaft und richtungsweisend im Kontext der kulturellen Arbeit mit Geflüchteten.

Die technische Voraussetzung für das Spiel ist ein Smartphone. make yourself at home! ist eine App und steht dann als kostenloser Download auf unsere Webseite zur Verfügung.

Publikationsreihe "Braunschweigisches Kunsthandwerk"

Publikation „Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg“ Band 3 und Wanderausstellung „Begehbares Buch“ zum Thema „Fürstenberger Porzellan“

Die Braunschweigische Stiftung, die Richard Borek Stiftung und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz als Herausgeber der Publikationsreihe „Braunschweigisches Kunsthandwerk“ stellten im November 2016 den neu erschienenen dritten und abschließenden Band „Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg“ vor. Die zu diesem Band konzipierte Wanderausstellung „Begehbares Buch“ ist auf Tour. Die Stationen und Termine der Wanderausstellung finden Sie hier.

Die Wanderausstellung „Begehbares Buch“ ist ein mannshohes Buch und der Publikation nachempfunden. Die „Buchseiten“ sind Vitrinen und zeigen eine hochkarätige Auswahl kostbarer Originalstücke und rarer Porzellanobjekte aus der Sammlung des Museums Schloss Fürstenberg.

Die Publikationsreihe „Braunschweigisches Kunsthandwerk” stellt in bislang drei Einzelbänden das bedeutende kunsthandwerkliche Erbe der Stadt und des alten Landes Braunschweig vor. Jeder Einzelband erläutert dabei für die Fachwelt und den interessierten Leser gleichermaßen die bis in die Gegenwart reichenden historischen, kunstwissenschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge.

Die drei Stiftungen verbinden mit diesem Projekt die Zielsetzung, im Sinne der Identitätsstiftung sowie des Stadt- und Regionsmarketings der Fachwelt und weiten Bevölkerungskreisen maßgebliche Traditionslinien von Stadt und Land Braunschweig zu erschließen und nahezubringen, die zum Teil bis in die Gegenwart reichen und fortbestehen.

Weitere Informationen zum Projekt „Publikationsreihe Braunschweigisches Kunsthandwerk“ finden Sie unter www.braunschweigisches-kunsthandwerk.de.

Die Stadtfinder

"Die Stadtfinder - Vernetzungskultur neu." ist ein kultureller Spaziergang durch die Stadt. Orte, Plätze und Räume erhalten durch eine vorübergehende kulturelle Nutzung eine neue Konnotation. Durch die überraschende kulturelle Bespielung des Stadtraums werden neue Perspektiven auf die Stadt gezeigt.

Im Rahmen der kostenlosen und dezentralen Veranstaltungsreihe werden verschiedene kulturelle Highlights an unterschiedlichen Stationen geboten; so tritt schon mal ein Shantychor in einem Nachtklub auf, eine Blaskapelle spielt mit Rappern im Garten einer Jahrhundertwende-Villa.

Aus der Erfahrung wie wertvoll und inspirierend Kooperationen sein können, möchte die Stiftung Menschen aus den Bereichen Literatur, Musik, Bildende und Darstellende Kunst sowie auch Kommunikation und Design zusammenbringen und vernetzen. Neben dem Vernetzungsaspekt soll das Projekt begeistern und Neugierde wecken, Blickwinkel auf die jeweiligen Orte und Gegebenheiten verändern und neue Zugangsformen zu Kunst und Kultur schaffen und zur Teilhabe motivieren. 

Die Braunschweigische Stiftung hat zudem mit dem Kooperationsprojekt "Die Stadtfinder - Vernetzungskultur neu." den DAVID-Preis 2016 der Sparkassen-Finanzgruppe für kleine Projekte gewonnen. Die Pressemitteilung der Stiftung finden Sie hier. Informationen zum Preis finden Sie auf Seite der Sparkassenstiftungen.

Weiterhin ging die Braunschweigische Stiftung ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement. Der Einsatz für das Projekt "Die Stadtfinder" erfährt durch die Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2016 eine besondere Anerkennung.

Mehr Information zu den Stadtfindern finden Sie hier.