Beispielhafte Projekte

Braunschweigische Biographien

Als Oberbürgermeisterin trug Martha Fuchs wesentlich zum Wiederaufbau des zerstörten Braunschweig bei und initiierte den Bau der Stadthalle. Die für ihre Zeit ungewöhnlich emanzipierte, tatkräftige Sozialdemokratin engagierte sich besonders für Bildung und Kultur, denn darin sah sie die Grundlagen für eine humane Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie.

Die Braunschweigische Stiftung hat sich im Rahmen ihrer Zweckerfüllung zur Aufgabe gemacht, Persönlichkeiten, die für das Braunschweigische Land und sein Identitätsverständnis prägend waren, im Rahmen der stiftungseigenen Biographien-Reihe den hier lebenden Menschen erlebbar zu machen. Nach Carl Lauenstein, Heinrich Jasper und Otto Bennemann ist Martha Fuchs nun der vierte Band der von der Braunschweigischen Stiftung herausgegebenen Braunschweigischen Biographien.

Die Braunschweigische Stiftung präsentiert die neueste Biographie der Reihe am 02. November 2018 im Altstadtrathaus in Braunschweig. Im Frühjahr 2019 finden in Seesen, Helmstedt und Wolfenbüttel Vortragsveranstaltungen zu Person und Wirken von Martha statt. Der Höhepunkt und Abschluss dieser Veranstaltungsreihe wird das wissenschaftliche Symposium ebenfalls in Braunschweig. Weitere Informationen finden Sie zeitnah auf dem Flyer der Veranstaltungsreihe "Martha Fuchs".

Mit Martha Fuchs (1892–1966) übernahm 1959 erstmals eine Frau das Oberbürgermeisteramt der Stadt Braunschweig. Mit ihrer oft unkonventionellen Art hat die überzeugte Sozialdemokratin die politische Kultur der 1950er und 1960er Jahre in Braunschweig geprägt. Mit dem vierten Band in der Reihe der Braunschweigischen Biographien setzt die Braunschweigische Stiftung ihr Vorhaben fort, für das Braunschweigische Land prägende Persönlichkeiten bekannter zu machen und so das Geschichtsbewusstsein der hier lebenden Menschen zu fördern.

Die Biographie ist ab 02. November 2018 über verlag(at)braunschweig-medien.de erhältlich.

 

 

Reformationsparament

Der bildende Künstler Gerd Winner lebt und arbeitet seit vielen Jahrzehnten im Braunschweigischen. Als Künstlerehrung intendiert und durch die Braunschweigische Stiftung initiiert sowie gefördert, konnte Winners Entwurf eines Reformationsparaments gemeinsam mit der Paramentenwerkstatt der von Veltheim Stiftung beim Kloster Marienberg realisiert werden. Das Reformationsparament wurde am 31.10.2018 erstmalig präsentiert und für einige Wochen in der Klosterkirche St. Marienberg in Helmstedt gezeigt.

Anschließend reist das große Parament zur Reformation (1,20 m x 2,00 m im Metallrahmen freistehend) im Rahmen einer Wanderausstellung durch die Teilregionen der Braunschweigischen Stiftung. Es sind ca. 20 Stationen geplant (u.a. Braunschweig, Helmstedt, Holzminden, Seesen/Bad Gandersheim, Wolfenbüttel, Salzgitter, Harz, Hildesheim). Jede Ausstellungsstation wird während der Ausstellungszeit zusätzlich mit kleinen individuellen Veranstaltungen begleitet, die zur Kirche und der Gemeinde passen, wie z. B. einem Künstlergespräch. Weitere Informationen zum Motiv und der Herstellung des Paraments finden Sie auf dem Flyer zum Reformationsparament (Download hier). Folgende Stationen sind derzeit geplant (die genauen Termine, auch die der Sonderveranstaltungen geben wir jeweils zeitnah vor Ausstellungseröffnung hier bekannt):

Februar/März   Stiftskirche Bad Gandersheim

März/April         St. Petrus Kirche in Wolfenbüttel

Mai                        St. Marien in Braunschweig Querum

Juni                       Dom St. Blasii in Braunschweig

Sommer              Kloster Walkenried

Ab 14.12.2018 präsentiert die Braunschweigische Stiftung das Reformationsparament in der Stiftskirche in Bad Gandersheim. Das Reformationsparament kann dort zu den Öffnungszeiten besichtigt werden. Außerdem zeigt ein kurzer Dokumentationsfilm die Entstehung des kostbaren Paraments. Das Reformationsparament bleibt bis zum 31.01.2019 in Bad Gandersheim und am Sonntag, 13.01.2019, feiert Pfarrerin Meike Bräuer-Ehgart einen speziellen Gottesdienst, der das Reformationsparament in den Mittelpunkt stellt. Alle Gläubigen und Kunstinteressierten sind herzlich dazu eingeladen. Darüber hinaus plant die Stiftskirchengemeinde im Januar 2019 Sonderveranstaltungen zum Reformationsparament anzubieten. Informationen dazu folgen. 

Die Kooperationspartnern in diesem Projekt sind: die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig, die Paramentenwerkstatt der von Veltheim Stiftung beim Kloster St. Marienberg, das Bistum Hildesheim und der Künstler Gerd Winner. Im Interesse der regionalen Vermittlung des Themas „Reformationsparament“ engagiert sich die Braunschweigische Sparkassenstiftung finanziell bei der Wanderausstellung.

Folgend ist der Prozess der Entstehung im Video zu sehen. (Video: Günther Wulff)

Jugend forscht und Schüler experimentieren

Die Braunschweigische Stiftung als Pateninstitution richtet auch 2019 in Kooperation mit der Braunschweigischen Landessparkasse den Regionalwettbewerb Braunschweig 'Jugend forscht' aus. Am 22. Februar werden über 100 Jungforscher und Jungforscherinnen ihre Projekte in der Dankwardstraße präsentieren!

Jugend forscht und Schüler experimentieren ist der größte europäische Jugendwettbewerb in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik. Die 54. Wettbewerbsrunde steht unter dem Motto "Frag Dich!". 

Wer auf Regionalebene gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2018. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben. 

Anknüpfend an die hohe Bedeutung des Forschungsstandortes Braunschweig möchte die Braunschweigische Stiftung mit dem Projekt Jugend forscht und Schüler experimentieren wissenschaftliche Inhalte vermitteln und für einen nachhaltigen Transfer in die Praxis sorgen.

Stipendien Bildende Kunst 2017

Die Braunschweigische Stiftung hat im Jahr 2017 bereits zum dritten Mal die Stipendien im Bereich Bildende Kunst vergeben. In diesem Durchgang gingen die Stipendien an die Künstlerin Judith Dilchert, das Künstlerduo Hans Wesker & Clemens von Reusner und an den Künstler Christof Mascher. Zum Abschluss der Stipendienzeit wurden die Ergebnisse vom 16. bis 19. August in der Jakob-Kemenate gezeigt. 

Im Projektfeld Bildende Kunst fördert die Braunschweigische Stiftung in den drei Sparten: Individualförderung, Förderung kunstvermittelnder Einrichtungen und Würdigung arrivierter Künstler mit ausgeprägtem Bezug zum Braunschweigischen Land. Die Individualförderung hier ansässiger und freischaffender Künstler erfolgt über ein speziell von unserer Stiftung aufgelegte Stipendienprogramm mit insgesamt drei Stipendien je Durchgang: Zwei Vorhabenstipendien und einem Werkstipendium.

Die beiden mit je 4.000 € dotierten Vorhabenstipendien "Idee" sollen Künstlern in der Region die Möglichkeit geben, sich auf besondere Weise mit relevanten und zukunftsweisenden Themen oder Ideen auseinanderzusetzen. Gefördert werden professionell arbeitende bildende Künstler, die im Braunschweigischen wohnen und arbeiten oder Vorhaben mit einem ausgeprägten regionalen Bezug. Die Ausschreibung aus dem Jahr 2017 können Sie hier herunterladen.

Das Werkstipendium "Abdruck" ist eine Kooperation mit der Druckwerkstatt in der Städtischen Galerie in Wolfsburg. Ziel dieser Künstlerförderung, ist die Entwicklung neuer, experimenteller Grafikarbeiten und dadurch die Setzung weiterer Akzente in der Kunstlandschaft des Braunschweigischen Landes. Die hier geförderten Stipendiaten und Stipendiatinnen haben die Möglichkeit, in der Druckwerkstatt zu arbeiten und sich dabei professionell von der Städtischen Galerie begleiten zu lassen. Das Stipendium richtet sich an professionelle Künstlerinnen und Künstler - explizit aber auch an Kunstschaffende, die noch keine Erfahrungen mit dem Medium Druckgrafik sammeln konnten. Die Bewerber sollten im Braunschweigischen wohnen oder arbeiten. Die Ausschreibung aus dem Jahr 2017 können Sie hier herunterladen.

Die Stipendien unterliegen keiner Altersbeschränkung. Im Hinblick auf die vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur in einer Studie angemahnte Unterstützung sogenannter "mid-career"-Künstler sollen diese auch bevorzugt gefördert werden. Die Jury besteht aus fünf Personen und wird den Vorstand unserer Stiftung bei der Förderentscheidung beraten. Diese Personen sind:

Lars Eckert, Lehrbeauftragter Hochschule der Bildenden Künste, Braunschweig
Dr. Anja Hesse, Kulturdezernentin, Braunschweig
Prof. Dr. Susanne Pfleger, Direktorin der Städtischen Galerie, Wolfsburg
Susanne Schuberth, Fachreferentin der Braunschweigischen Stiftung, Braunschweig
Professor Gerd Winner, Freischaffender Künstler, Liebenburg

Die nächste Ausschreibung der Stipendien erfolgt im Frühjahr 2019. Informationen sind dann auf den Seiten der Braunschweigischen Stiftung zu finden. 

Publikationsreihe "Braunschweigisches Kunsthandwerk"

Publikation „Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg“ Band 3 und Wanderausstellung „Begehbares Buch“ zum Thema „Fürstenberger Porzellan“

Die Braunschweigische Stiftung, die Richard Borek Stiftung und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz als Herausgeber der Publikationsreihe „Braunschweigisches Kunsthandwerk“ stellten im November 2016 den neu erschienenen dritten und abschließenden Band „Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg“ vor. Die zu diesem Band konzipierte Wanderausstellung „Begehbares Buch“ ist auf Tour. Die Stationen und Termine der Wanderausstellung finden Sie hier.

Die Wanderausstellung „Begehbares Buch“ ist ein mannshohes Buch und der Publikation nachempfunden. Die „Buchseiten“ sind Vitrinen und zeigen eine hochkarätige Auswahl kostbarer Originalstücke und rarer Porzellanobjekte aus der Sammlung des Museums Schloss Fürstenberg.

Die Publikationsreihe „Braunschweigisches Kunsthandwerk” stellt in bislang drei Einzelbänden das bedeutende kunsthandwerkliche Erbe der Stadt und des alten Landes Braunschweig vor. Jeder Einzelband erläutert dabei für die Fachwelt und den interessierten Leser gleichermaßen die bis in die Gegenwart reichenden historischen, kunstwissenschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge.

Die drei Stiftungen verbinden mit diesem Projekt die Zielsetzung, im Sinne der Identitätsstiftung sowie des Stadt- und Regionsmarketings der Fachwelt und weiten Bevölkerungskreisen maßgebliche Traditionslinien von Stadt und Land Braunschweig zu erschließen und nahezubringen, die zum Teil bis in die Gegenwart reichen und fortbestehen.

Weitere Informationen zum Projekt „Publikationsreihe Braunschweigisches Kunsthandwerk“ finden Sie unter www.braunschweigisches-kunsthandwerk.de.

Die Stadtfinder

"Die Stadtfinder - Vernetzungskultur neu." ist ein kultureller Spaziergang durch die Stadt. Orte, Plätze und Räume erhalten durch eine vorübergehende kulturelle Nutzung eine neue Konnotation. Durch die überraschende kulturelle Bespielung des Stadtraums werden neue Perspektiven auf die Stadt gezeigt.

Im Rahmen der kostenlosen und dezentralen Veranstaltungsreihe werden verschiedene kulturelle Highlights an unterschiedlichen Stationen geboten; so tritt schon mal ein Shantychor in einem Nachtklub auf, eine Blaskapelle spielt mit Rappern im Garten einer Jahrhundertwende-Villa.

Aus der Erfahrung wie wertvoll und inspirierend Kooperationen sein können, möchte die Stiftung Menschen aus den Bereichen Literatur, Musik, Bildende und Darstellende Kunst sowie auch Kommunikation und Design zusammenbringen und vernetzen. Neben dem Vernetzungsaspekt soll das Projekt begeistern und Neugierde wecken, Blickwinkel auf die jeweiligen Orte und Gegebenheiten verändern und neue Zugangsformen zu Kunst und Kultur schaffen und zur Teilhabe motivieren. 

Die Braunschweigische Stiftung hat zudem mit dem Kooperationsprojekt "Die Stadtfinder - Vernetzungskultur neu." den DAVID-Preis 2016 der Sparkassen-Finanzgruppe für kleine Projekte gewonnen. Die Pressemitteilung der Stiftung finden Sie hier. Informationen zum Preis finden Sie auf Seite der Sparkassenstiftungen.

Weiterhin ging die Braunschweigische Stiftung ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement. Der Einsatz für das Projekt "Die Stadtfinder" erfährt durch die Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2016 eine besondere Anerkennung.

Mehr Information zu den Stadtfindern finden Sie hier.