Verleihung Lessing-Preis für Kritik 2026
Der Lessing-Preis für Kritik wird am 10. Mai an den Historiker und Publizisten Philipp Blom verliehen.
Der Lessing-Preis für Kritik 2026 wird an den Historiker und Publizisten Philipp Blom verliehen. Die Jury würdigt damit ein Werk, das historische Tiefenschärfe mit einer präzisen Analyse gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen verbindet und Kritik als zentrale Praxis öffentlicher Selbstverständigung begreift.
In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass Philipp Blom in seinen Essays und Büchern historische Erfahrung, intellektuelle Unabhängigkeit und öffentliche Verantwortung in exemplarischer Weise zusammenführt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine kritische Klarheit aus, die historische Analyse nicht als Selbstzweck versteht, sondern als Instrument zur Deutung aktueller politischer, gesellschaftlicher und kultureller Umbrüche. Blom eröffne Perspektiven auf die Voraussetzungen von Aufklärung, Freiheit und demokratischer Öffentlichkeit und mache zugleich deren Fragilität in Zeiten tiefgreifender Krisen sichtbar.
Der Förderpreis geht an die niederländische Künstlerin Noa Jansma. Blom würdigt mit seiner Förderpreiswahl eine künstlerische Position, die sich mit Formen zeitgenössischer Öffentlichkeit, digitaler Sichtbarkeit und individueller Verantwortung auseinandersetzt. Jansmas Arbeiten reflektieren Mechanismen öffentlicher Wahrnehmung und eröffnen neue Zugänge zu Fragen von Kritik und Selbstpositionierung in digitalen Räumen.
Die feierliche Preisverleihung findet am 10. Mai 2026 um 11:00 Uhr im Lessingtheater Wolfenbüttel statt.
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