Stiftungsverwaltung
Die Stiftung macht damit ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus mittlerweile über 30 Jahren Stiftungsarbeit auch als Treuhänderin für nicht rechtsfähige Stiftungen zugänglich. Die Braunschweigische Stiftung betreut 46 Treuhandstiftungen.
Bei Fragen rund um die verwalteten Treuhandstiftungen und deren Fördermöglichkeiten kommen Sie gern auf die Kolleg:innen im Bereich Stiftungsverwaltung zu.
Im Jahr 2015 wurde zudem die Stiftungspartner GmbH als 100%ige Tochter der Braunschweigischen Stiftung errichtet. Sie verwaltet rechtsfähige und nicht rechtsfähige Stiftungen und berät Stifter:innen und steht mit einem vollständigen Angebot rund um diese Themen zur Verfügung.
Die Otto Dippe Stiftung wurde 2021 errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Bildung und Erziehung, der Jugendhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, des Wohlfahrtswesens, insbesondere der Zwecke der amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege, ihrer Unterverbände und ihrer angeschlossenen Einrichtungen und Anstalten in Niedersachsen. Der Stiftungszweck wird insbesondere erreicht durch die Unterstützung von Hospizen, bevorzugt Kinderhospizen, die Förderung von Projekten im Bereich Bildung und Erziehung sowie Anschaffungen in Kindergärten und Schulen, die Förderung von Kinder- und Jugendarbeit in Vereinen.
Eine größere Unterstützung erhielt der Bau des Hospizzentrum in Wolfenbüttel-Wendessen das Mitte Juni 2024 eröffnet wurde. Am 1. Juli konnten die ersten Gäste einziehen und kurz danach waren alle 10 Gästezimmer belegt.
Die Dr. Raimund und Lore Ebert Stiftung wurde 2018 errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung im Bereich der medizinischen Krebsforschung, die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, der Alten- und Behindertenhilfe sowie der Unterstützung Hilfsbedürftiger i.S.v. § 53 AO. Der Stiftungszweck wird erreicht durch die Unterstützung der Krebsforschung, des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, des Hospizwesens, des Freundeskreises Hospiz- und Palliativbetreuung Thuine und die Unterstützung von Einrichtungen nach Maßgabe des § 58 Nr. 2 Abgabenordnung.
Gefördert wurde unter anderem eine Studie zur Krebsforschung der UNIVERSITÄTSMEDIZIN der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie geleitet und durchgeführt von Prof. Dr. phil. nat. Roman Blaheta und Dr. med. Anita Thomas.
Die Hedwig und Günter Nerlich Stiftung wurde 2020 errichtet. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde sowie die Förderung kirchlicher Zwecke gemäß § 54 AO.
Unter gefördert wurden in diesem Jahr Erkundungen mit den Heimatpfleger:innen der Braunschweigischen Landschaft an der Marina Bortfeld. ›Marina Bortfeld – vom Ackerbau zum maritimen Wohnquartier‹ Führung mit Bodo Fricke (Ortsheimatpfleger Bortfeld).
Die Ruth und Hans-Georg Harmeyer Stiftung wurde 2011 errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie von Kunst und Kultur in der Stadt Braunschweig. Der Stiftungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Unterstützung bei der Entwicklung und Erforschung von Motoren und die Unterstützung von Bibliotheken insbesondere der Stadtbibliothek Braunschweig.
Die Künstlerstiftung Malte Sartorius wurde 2015 als Treuhandstiftung errichtet und 2024 in eine Hybridstiftung umgewandelt. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft und Forschung. Der Stiftungszweck wird insbesondere erreicht durch die Pflege, Erhaltung, Präsentation und künstlerische und wissenschaftliche Bearbeitung des künstlerischen Werkes Malte Sartorius‘. Die Braunschweigische Stiftung verwaltet seit 2017 treuhänderisch die Künstlerstiftung Malte Sartorius und deren umfangreichen Nachlass. Der Stifter hatte sich für seinen Nachlass gewünscht, die Stücke besonderer Qualität in der Sammlung zu behalten, Verkäufe aus der Sammlung zu ermöglichen, in Ausstellungen vertreten zu sein und dauerhaft einen Platz in der Kunstgeschichte einzunehmen. Zur Erfüllung dieser Erwartungen benötigte es eine starke Partnerin, die sowohl das Know-how als auch die Infrastruktur besitzt. Diese starke Partnerin ist die Städtische Galerie Wolfsburg, die nun den künstlerischen Nachlass digital verzeichnen und den Fortschritt regelmäßig in kleinen Ausstellungen präsentieren wird. Die Städtische Galerie Wolfsburg erhält für diese professionelle Bearbeitung des Nachlasses Auszahlungen aus den Erträgen der Künstlerstiftung Malte Sartorius und aus zu verbrauchendem Vermögen. Hier ist mit Hilfe der neuen Gesetzgebung ein wunderbares Beispiel gelungen, wie eine Stiftung deren Vermögen gepaart mit der Ertragslage nicht ausreicht den Stifterwillen zu erfüllen, nun durch die Umwandlung in eine Hybridstiftung ins Handeln kommen kann.
Dazu sagt Friedemann Schnur, geschäftsführender Vorstand der Braunschweigischen Stiftung: »Ausgehend von einer großen Leidenschaft und Identifikation mit dem Werk von Malte Sartorius, haben wir uns als Treuhänderin die Frage gestellt, wie wir die in der Satzung formulierten Aufgaben und Ziele verfolgen und dem Stifterehepaar gerecht werden können. Die Umwandlung in eine Hybridstiftung ermöglicht es, den Stiftungszweck nachhaltig zu verfolgen, den umfangreichen Nachlass zu strukturieren und das eindrucksvolle und vielfältige Werk des Künstlers zu präsentieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.«
Die Stiftung Bessere Chancen wurde 2016 errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Erziehung, Schul-, Berufs- und Hochschulausbildung sowie der sozialen Kompetenzen insbesondere als Hilfe für Benachteiligte in der Region Braunschweig.
Ein ganz besonders Projekt war die Unterstützung der Kunst-Schachteln. Der Kunstverein Jahnstraße hatte die Idee dazu in Zeiten der Corona-Pandemie: Kinder, Jugendliche und interessierte Erwachsene erhielten per Post eine Schachtel nach Hause geliefert, um mit den enthaltenen Materialien Figuren und Szenen in Schachteln oder innerhalb der eigenen Wohnung zu kreieren. Anfangs folgten Online-Treffen, später stand das Erzählen und Geschichten erfinden anhand der geschaffenen Werke im Vordergrund.
Die Stiftung Sammlung Geyso20 wurde 2017 errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Bildung im Einzugsgebiet der Lebenshilfe Braunschweig. Der Stiftungszweck wird insbesondere erreicht durch den Aufbau, die Bewahrung, den Erhalt und den Betrieb einer Kunstsammlung mit Werken der Outsider-Kunst im oben beschriebenen Sinne, die Unterstützung der wissenschaftlichen Erforschung dieser Werke, die Vermittlung der Sammlung und ihrer einzelnen Werke. Im Jahr 1992 wurde das Kunstatelier der Lebenshilfe Braunschweig gegründet und zwischenzeitlich in ›Atelier Geyso 20‹ umbenannt. Das Atelier besitzt eine international namhafte Galerie für Outsider-Kunst.
Die Stiftung wurde errichtet, um im Wesentlichen das im Rahmen der künstlerischen Arbeit im Kunstatelier Geyso 20 entstandene Werk der dort über die Jahre tätigen Künstler:innen dauerhaft und verlässlich konzeptionell und rechtlich abzusichern. Bei der Professionalisierung des Umgangs mit Outsider-Kunst besitzt das Projektvorhaben deutschlandweit Modellcharakter.
Die Stiftung Südelm wurde 2013 für die Dörfer Barnstorf, Uehrde, Warle und Watzum errichtet. Ihr Stiftungszweck ist die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, des Umweltschutzes, des Feuer-, Arbeits-, Katastrophen- und Zivilschutzes, des Sportes und der Heimatpflege ausschließlich in den Dörfern Barnstorf, Uehrde, Warle und Watzum der Gemeinde Uehrde. Kirchliche Zwecke können dann verfolgt werden, wenn sie im Zusammenhang mit den vorgenannten Zwecken stehen.
Die Stiftung Südelm hat seit Beginn ihrer Fördertätigkeit Mittel in Höhe von 103.150 € für die Verwirklichung von 60 Projekten gemäß ihrem Stiftungszweck eingesetzt – eines davon ist die Sanierung des Schlauchturms in Warle.
Die Heinz-Günter Vopel Stiftung wurde 2013 errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Erziehung und Bildung sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Unterstützung des Fördervereins mit Sitz in Monheim am Rhein für die Mädchenschule Mundia in Indien verwirklicht.
Im Juli 2024 begannen die Bauarbeiten für sechs neue Klassen für die Oberstufe, Klassen 9 – 12 und werden voraussichtlich Mitte 2025 beendet werden.
Die Margrit Wollschläger Stiftung wurde 2017 errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung des Naturschutzes sowie mildtätiger Zwecke nach § 53 AO in der Region Braunschweig. Der Stiftungszweck wird insbesondere erreicht durch die Unterstützung des NABU und von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen und seelischen Zustands auf Hilfe anderer angewiesen sind.
Ein Vorzeigeprojekt ist die Unterstützung des ›Braunschweiger Apfeltags‹ – an einem Septembertag sammeln engagierte Mitbürger:innen Äpfel, die entlang des ›Kleiner-Dörfer-Wegs‹ wachsen. Gleich im Anschluss werden diese zu Most verarbeitet und können genossen werden. Ein schönes Familien-Event!
Claudia Ahrens-Wenzel
Verwaltung Treuhandstiftungen
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Die Braunschweigische Stiftung
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